Havaneser vom Dinkelschlößchen
Havaneservom Dinkelschlößchen

Bichon Havanais - Der Havaneser auf dem Vormarsch

Charmant, pfiffig, intelligent, munter, liebenswert. Der Havaneser (Bichon Havanais - auch Havana Silk Dog) entspricht charakterlich seinen "Vettern" aus der Bichon-Familie.

Im 18. und auch im 20. Jahrhundert in Vergessenheit geraten und fast ausgestorben, schickt sich die Rasse zum "Sturm auf die Beliebtheitsskala" an!

 

 

Revolutionen bedeuten grundlegenden, nachhaltigen strukturellen Wandel einer Zivilisation, der auch vor Hunderassen nicht halt macht. Neue Regierungsformen betrachten (auch heute noch) Rassehunde als gewisses Statussymbol eines abgelösten / zerstörten Regimes, das es in der Bevölkerung zu eliminieren gilt - passiv und auch aktiv! Dieses Schicksal ist dem Havaneser im Laufe seiner Entwicklungsgeschichte mehr als einmal widerfahren.

 

Die Chroniker sind sich soweit einig, daß der Havaneser aus der Familie der Bichons entsprang, deren Ursprung ihrerseits vermutlich im Mittelmeerraum lag. Diese Hündchen waren als Luxushunde der wohlhabenden Schicht begehrt und gelangten wohl zu Zeiten der Kolonialisierung auch nach Kuba.

Durch langanhaltende Isolierung konnte sich einerseits durch Verpaarung einheimischer Gebrauchshunde sowie andererseits durch die klimatischen Verhältnisse, eine "eigene Rasse" bilden, die zur damaligen Zeit "Havanna-Seidenhündchen" genannt wurde.

Daß durch (illegalen) Handel mit Piraten aus Frankreich oder England nicht nur Hunde nach Kuba, sondern auch den Weg zurück nach Europa fanden, mag auch zur damaligen Zeit dem Havaneser bereits die Existenz gerettet haben.

Nach der spanischen Kolonialzeit folgten der Unabhängigkeitskampf im 19. Jahrhundert und die kubanische Revolution in der 1950er Jahren. Als in den 60er Jahren viele kubanische Einwohner in die USA auswanderten, wurden sie selbstverständlich auch von ihren Hündchen begleitet, deren Zahl in Kuba selbst stetig dezimiert wurde. 

Dort bemühte sich eine amerikanische Enthusiastin um den Erhalt dieser Rasse und erreichte 1974 die Gründung des Havanese Club of America. Ein Import erfolgte wenige Jahre später auch nach Deutschland, wo sich seit Mitte der 90er Jahre eine stabile Zuchtbasis etablieren konnte. (...)

Der Havaneser besitzt ein ansprechendes Äußeres, durch die vielen Farbvarianten ist für "jeden Geschmack" das passende dabei, sie sind gesellig, gelehrig und passen sich den Familienverhältnissen an. Ob im Single- oder Senioren-Haushalt, ob in der Familie mit Kindern und anderen Haustieren, ob im Garten, ob in der Etagenwohnung.

Nur eines verträgt der Havaneser nicht: Langeweile.

Ein Havaneser ist gerne unterwegs, seiner Unternehmungslust sind keine Grenzen gesetzt, weshalb er auch für Kinder (etwa ab Schulalter) einen unermüdlichen Spielkameraden abgibt.

(Quelle: Hundejournal des IRJGV Heft 169 1/2014)

 

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© Petra Tietz

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